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Institut für Personzentrierte Psychologie, Heidelberg

Dr. phil. Dipl.-Psych. Beate Hofmeister
Kleingemünder Str. 12/2
69118 Heidelberg

Telefon: +49 (0) 6221 - 800 366
Email:
Web: www.beate-hofmeister.de

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Selbsterfahrung im Encounter

Wenn mir ein anderer Mensch achtsam zuhört, wertschätzend, aufmerksam und ohne das Gesagte zu bewerten, höre ich mich selbst und beginne das Präexpressive in mir zu verstehen, also das, was ich (noch) nicht in Worte fassen kann. Diese Absichtslosigkeit wird uns manchmal in Liebesbeziehungen geschenkt, wenn unser Gegen-über nicht die Gegnerschaft sondern das Miteinander-Sein fokussieren kann. Eine solche nicht-Besitz-ergreifende Liebe eröffnet nicht vorhersehbare Möglichkeiten für persönliches Wachstum.

Was ist ein Encounter?

Ein Encounter ist das Zusammenfinden einer Gruppe von Personen, bei dem sie wachsen, lernen und sich entwickeln können. Übersetzt heißt Encounter „Begegnung“ und bedeutet, etwas oder jemandem gegenüber zu stehen. Ich begegne dir, ohne dich zu bewerten (= Akzeptanz) und kann durch einen Erfahrungsprozess mehr über mich, meine Beziehungen und Kommunikation mit anderen lernen (= Selbstkongruenz). Dies verändert meinen Umgang mit Menschen in meinem privaten und professionellen Leben nachhaltig (= Empathieentwicklung). Es handelt sich dabei um ein Gruppenkonzept mit langer Tradition, das dem Personzentrierten Ansatz folgt.

Was ist der „Personzentrierte Ansatz“?

Jeder Mensch hat ein ihm innewohnendes Potenzial zur Persönlichkeitsentwicklung, das sich in der Begegnung von Person zu Person entfaltet. Dies erfordert ein Klima, das von persönlicher Wertschätzung, Echtheit und Einfühlung geprägt ist. Der Ansatz geht auf Carl R. Rogers zurück, einen humanistischen Psychologen, und beschreibt eine Art, Leben, Beziehungen und professionelles Verhalten zu gestalten.

Was erwartet mich?

In der Gruppe sind wir bemüht, ein förderliches Klima zu erzeugen, das uns hilft, unsere eigenen Ressourcen zu erleben und zu nutzen. Wenn wir gehört und verstanden werden, können wir unsere Selbstkonzepte, unsere Einstellungen und Verhaltensweisen verändern. Indem wir Andere in ihrer Andersartigkeit begreifen, ermöglichen wir ihnen, sich selbst zu erleben.

Um Kontakt zu uns selbst und anderen aufnehmen zu können, ziehen wir uns aus dem gewohnten Lebensalltag zurück. Die Gruppe trifft ohne Vorgaben von außen Entscheidungen und wird dabei von der Trainerin begleitet. Sie achtet darauf, dass jeder gehört und verstanden werden kann, insbesondere wenn eine Phase von Disharmonie in der Gruppe entsteht und Wut und Unmut geäußert werden müssen, um zu den eigenen Wünschen und Lebensvorstellungen durchzudringen (= Achtsamkeit). So kann sich ein Klima heilsamer Veränderung entwickeln.

Dabei sind wir nicht an religiöse Traditionen gebunden, sondern beziehen uns auf Prozesse, die in der humanistischen Psychologie beschrieben wurden. Sie entstehen durch konzentrierte Arbeit und achtsame Übung und geschehen spontan, aber nicht zufällig (= Gegenwärtigkeit).

Unser Rahmenthema

Unser Rahmenthema läd ein, Liebe als den Teil unseres Lebens tiefer zu verstehen, der uns Wurzeln gibt, also unser DA-Sein verankert: Die Liebe unserer Eltern und deren Versagungen; die erotische Liebe mit der unvermeidbaren Eifersucht, Untreue, Hingabe und Zugehörigkeit; die Liebe zu unseren Kindern und die Angst bzw. Bewusstwerdung, als Eltern unzureichend sein zu müssen; die Liebe zu eigenen alten Kränkungen und unseren Illusionen , die es ermöglicht, die Verantwortung für das eigene Leben abzugeben; die Liebe, zur Kunst und dem, was uns übergeben wurde aus der Geschichte; die Liebe zu unseren Überzeugungen, zur Spiritualität sowie unserem Handeln, die es ermöglicht, sich auf die Ungewissheit des Lebens und den ständigen Wandel einlassen und schließlich die Liebe zu allen Lebewesen, die diesen Planeten mit uns teilen; aber auch die Grenzen der Liebe und der Würde.

In der Liebe kommt es zu dem
Paradoxon, dass zwei Wesen eins
werden und trotzdem zwei bleiben.

Erich Fromm (Die Kunst des Liebens)

Welche Voraussetzung brauche ich?

Du bist herzlich willkommen teilzunehmen! Wenn du deine sozialen oder kommunikativen Fertigkeiten aus persönlichen oder professionellen Gründen erweitern möchtest, bist du hier richtig.

Es ist nicht notwendig, dass du bereits Erfahrungen mit dem Personzentrierten Ansatz hast.

Es handelt sich nicht um eine Psychotherapiegruppe. Wir gehen von durchschnittlicher psychischer Belastbarkeit aus. Jedes Gruppenmitglied nimmt freiwillig teil und trägt die volle Verantwortung für sich selbst. Wenn du deine Einzel- oder Gruppentherapie ergänzen möchtest, nimm bitte Rücksprache mit deiner Therapeutin.

Von den Teilnehmern erbitten wir anschließend einen Encounterbericht, in dem der eigene Lernprozess dargestellt, hinterfragt und verankert wird.

Was kann ich lernen?

In der Gruppe hast du die Möglichkeit, Fertigkeiten zu erwerben, die du auf eine Vielzahl von Situationen anwenden kannst. Du kannst lernen, widersprüchliche Teile von dir zu erkennen und zu akzeptieren, auch wenn sie dich beschämen. Du kannst lernen, deine eigenen Bedürfnisse zu verstehen und sie zu kommunizieren. Vor allem kannst du auch deine beruflichen Skills erweitern und üben. Erich Fromm nannte das die „eigene Wirkmächtigkeit“ zu entfalten.

Du kannst lernen:

Für dich selbst

Für deine Beziehungen

Für deinen Beruf

Kann ich das für meine Arbeit nutzen?

Hier kannst du lernen, wie du dich als Mensch zur Verfügung stellst, ohne dich hinter einer Rolle, einem Titel oder Beruf verstecken zu müssen. Dies kann dir im Umgang mit Vorgesetzten und Kollegen helfen, oder wenn du als professionelle HelferIn arbeitest. Im Rahmen der Veranstaltung können wir durch Mikroanalysen gemeinsam hilfreiche Verhaltensweisen und förderliche Interventionen besprechen.

Für einige Teilnehmer ist das Encounter Teil ihrer Ausbildung in Personzentrierter Beratung und Psychotherapie nach Carl R. Rogers.

Wer ist die Trainerin?

Trainerin: Dr. phil. Dipl.-Psych. Beate Hofmeister

Direktorin des Instituts für Personzentrierte Psychologie Heidelberg. Psychotherapeutin und Ausbilderin für Klientzentrierte Psychotherapie und Verhaltenstherapie

Wie kann ich teilnehmen?

Datum: Samstag, 09.09. – Samstag, 16.09.2017

Umfang: 50 Ausbildungsstunden

Anmeldung: nach Rücksprache mit dem Institut per Telefon oder E-Mail.

Telefon: +49 (0) 6221 - 800 366
E-Mail:

Seminargebühr: 498 €
Die anteilige Miete für den Seminarraum beträgt 70 Euro und kommt zur Seminargebühr hinzu. Die Kosten für Hotel, Flug und Transfer sind nicht in den Seminarkosten enthalten.

Bankverbindung: Ing DiBa
IBAN: DE98 5001 0517 5415 2241 24
BIC: INGDDEFFXXX
Stichwort: L(i)eben und Verstehen Encounter 2017

Stornierung: Solltest du deine Teilnahme am Seminar stornieren müssen, werden bis vier Wochen vor Tagungsbeginn 35 €, danach der volle Beitrag fällig. Es sei denn, eine andere Person kann deinen Platz einnehmen.

Ort: Hotel Silver Beach, Gerani, bei Chania, Nordkreta, Griechenland. Das Hotel liegt direkt am Meer und bietet einen All inclusive Service. Sportgeräte stehen zur Verfügung, Massagen können vor Ort gebucht werden. Es gibt verschiedene Preiskategorien (siehe Internet). Die Unterbringung kann im DZ erfolgen. Meerblick oder komfortablere Zimmer sind gegen Aufpreis erhältlich.

Du wirst von uns als Tagungsgast angemeldet und zahlst deinen Aufenthalt dort vor Seminarbeginn.
Natürlich kannst Du Deinen Aufenthalt verlängern oder jemand mitbringen, der nicht am Seminar teilnimmt.

Haftungsausschluss: Gegebenheiten der An- und Abreise, des Aufenthalts und der Verpflegung erfolgen ausdrücklich in der Verantwortung des Teilnehmers. Diese Kosten sind unabhängig von unserer Seminargebühr. Das IPP übernimmt hierfür keine Haftung, sondern lediglich für die Durchführung des Seminars. Die Kosten für Reise, Hotel und Verpflegung sind in der Seminargebühr nicht enthalten und kommen dazu.

Das Seminar ist eine als gemeinnützig anerkannte, erlebnisorientierte Lernveranstaltung und daher von der Umsatzsteuer ausgenommen.

Design & Fotographie: © 2016, Johannes Hofmeister